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In der Nacht vom 2.10. zum 3.10.1990 wird die Wiedervereinigung
Deutschlands fast überall in Deutschland mit einem großen Feuerwerk gefeiert.
Auch im westdeutschen Teil tauchen nun in Folge immer wieder Kleinmünzen der
ehemaligen DDR auf, da diese "Aluchips" bis zu einer Nominale von 50 Pfennig
noch bis zum 30.6.1991 nun auch im Westen zum Kurs von 1:1 in ganz Deutschland
gültig bleiben.
| Die 1 - 50 Pfennigmünzen der letzten Serie bleiben
über die Wiedervereinigung hinaus bis zum 30.6.1991 gültiges
Zahlungsmittel in ganz Deutschland. |
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Das Interesse für Sammlermünzen und Briefmarken der DDR ist zu dieser Zeit
gewaltig. Speziell die zuvor von vielen Sammlern verachteten DDR - Gedenkmünzen
steigen vom Wert her sehr stark an. Schnell stellt man fest wie gering zum Teil
die Auflagen dieser Münzen waren.
Diese liegen bei etlichen Ausgaben klar unter 50.000 Stück, während die
seltenste Gedenkmünze der BRD, das
5 Mark Germanische
Museum immerhin eine Auflage von 200.000 Stück hatte.
1990 erscheinen auch wieder die ersten Kursmünzen mit dem Münzbuchstaben A.
Berlin meldet sich so als fünfte Prägestätte in
Deutschland zurück.
Während der Zeit der Wiedervereinigung erscheint zwischen 1989 und 1992 die
letzte Banknotenserie Deutschlands mit der DM als Währung.
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Fünfmarkschein ab 1991 |

Zehnmarkschein ab 1990 |
Ab 1990 erscheinen mit Franz Joseph Strauß und schließlich 1994 mit Willy
Brandt die letzten neuen Zweimarkstücke:
 Strauß |

Brandt |
Als sich im Lauf von 1995 bis 1996 herausstellt, dass Münzen ab einer
Nominale von 50 Pfennig nur in ganz niedriger Auflage geprägt wurden bzw. nur
für Sammler in den Kursmünzensätzen geprägt
wurden, steigt der Sammlerwert dieser Münzen und auch der Kursmünzensätze ganz
rapide an. So muss man heute für einen kompletten Kursmünzensatz von 1995 in
Stempelglanz etwa 1500 - 2000 EUR investieren!
Der Euro kündigt sich an
Mit dem
Maastrichter Vertrag von 1992 wird die EG in EU umbenannt und der Weg zur
europäischen Wirtschafts- und Währungsunion geebnet.
In den folgenden Jahren wird beschlossen den EURO als gemeinsame Währung
einzuführen.
Nach etlichem hin und her wird schließlich zum 1.1.1999 der Euro in den
Euro-Staaten als gemeinsame Währung eingeführt. In den nächsten 3 Jahren steht
dieser aber nur auf dem Papier. Das alltägliche Einkaufen läuft weiterhin mit
der DM ab. Lediglich viele Läden weisen nun ihre Preise nun schon parallel in
Euro zum offiziellen Kurs von 1 Euro = 1,95583 DM aus.
Viele Firmen rechnen zwar schon ihre Geschäfte mit dem Euro ab, aber als
handfeste Währung soll er erst
am 1.1.2002 das Licht der Welt erblicken...
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