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Eine grobe Übersicht der wichtigsten Münzsammelgebiete von der Antike bis
zur Moderne
Inhaltsverzeichnis
Es gibt schon seit fast 3000 Jahren Münzen aus allen
Herren Ländern. Entsprechend komplex ist das Sammeln von Münzen und
entsprechend umfangreich sind dann auch die Münzsammelgebiete.
Daher ist es Sinn und Zweck dieser Seite einen groben Überblick zu
schaffen, was es überhaupt für Münz - Sammelgebiete gibt.
Diese Seite will und kann allerdings keine Vollständigkeit hierfür
beanspruchen.
Über Ergänzungen und Anregungen sind wir dankbar.
Senden
Sie hierfür einfach ein E-Mail an diese Adresse!
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Unter antiken Münzen versteht man alle Münzen aus der
Zeit der Antike also des Altertums.
Die Antike endet mit dem Beginn des frühen Mittelalter und dem Ende des
Weströmischen Reiches um 476 n.Chr.
Antike
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Anfänge der Münzen
Die ersten antiken Münzen und damit die ersten Münzen überhaupt
wurden so wie es aussieht etwa um 700 v. Chr im griechischen Lydien
hergestellt. Das war anfangs nur kleine Klumpen aus dem Edelmetall
Elektron (= natürliche Legierung aus Gold und Silber) aber mit einem
einheitlichen Gewicht. Dazu wurden dann nach und nach Punzen eingeprägt
und später auch Tierdarstellungen. So entstand bereits früh ein
Münzbild.
Auflistung der Untergebiete
Das Sammeln von griechischen antiken Münzen ist weder ein einfaches
noch ein billiges Sammelgebiet. Da aber gerade in der klassischen Phase
wohl die schönsten Münzen überhaupt geprägt wurden ist dies ein
durchaus reizvolles Sammelgebiet.
Die griechischen Staaten verbreiteten sich im Lauf der Jahrhunderte über
den ganzen Mittelmeerraum und mit den Eroberungen Alexander des Großens
bis nach Indien. Eines der Folgestaaten des Alexanderreiches, nämlich
Baktrien dehnte sich als indogriechisches Reich sogar tief bis nach Indien
aus.
Die Münzen Karthagos würde ich in dieser Rubrik mit aufführen wenn
gleich Karthago kein typisches griechisches Reich war. |
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Man unterscheidet folgende Epochen:
- Archaischen Münzen
Stammen
aus der Zeit von 700 v.Chr - 480 v.Chr
Bildliche Darstellungen nur auf der Vorderseite. Auf der Rückseite
sind meist nur Ornamente u.ä. zu finden
- Klassische Periode
Stammen
aus der Zeit von 480 v.Chr - 323 v.Chr
In dieser Zeit erreicht die antike Münzkunst überhaupt ihren
Höhepunkt. Bei den Münzen mit häufig hohen Relief handelt es sich
um regelrechte Kleinkunstwerke. Diese Epoche endet mit der Eroberung
Persiens durch Alexander den Großen
- Hellenistische Epoche
Stammen
aus der Zeit von 323 v.Chr - 30 v.Chr
In dieser Zeit flacht das Relief der Münzbilder ab und die
Darstellungen werden uniformer. Es wird nicht mehr das künstlerische
Niveau der klassischen Periode erreicht.
Die hellenistische Epoche ist durch die Nachfolgreiche des Weltreiches
von Alexander dem Großen geprägt. Dazu gehören die Diadochenstaaten
wie das Reich der Ptolemäer, Seleukiden, Baktrien, Makedonien,
Pergamon usw.
Diese Zeit endet mit der Eroberung des des Reiches der Ptolemäer
(heutiges Ägypten) durch den römischen Kaiser Augustus. Die letzte
Herrscherin war die berühmte Königin Kleopatra.
Alle späteren griechischen Münzprägungen innerhalb des römischen
Reiches werden als römische Provinzprägungen geführt.
- Motive
Auf vielen griechischen Münzen sind z.B. interessante
Tierdarstellungen zu sehen. Daher ist das Gebiet auch für
Motivsammler interessant.
Griechische
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Gerade die römischen Münzen der Kaiserzeit sind ein auch
geschichtlich sehr interessantes Sammelgebiet. Es kommt positiv dazu, dass
durch die uns geläufige lateinische Schrift die Münzen viel leichter als
z.B. griechische Münzen zu bestimmen sind. Auch für den kleineren
Geldbeutel ist dieses Gebiet durchaus finanziell erschwinglich speziell
wenn man sich auf z.B. die leicht erhältlichen Antoniane und Denare der
späteren Kaiserzeit spezialisiert. Recht teuer sind meist die Sesterzen
und ganz im besonderen die Goldmünzen.
Aus diesen Gründen ist das sammeln von römischen Münzen das am
weitesten verbreitete Sammelgebiet von antiken Münzen und auch jedem
Einsteiger ins Sammelgebiet von antiken Münzen zu empfehlen. |
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Man unterscheidet folgende Epochen / Gebiete:
- Römische Republik
Stammen aus der Zeit von ca. 290 v.Chr - 27 v.Chr
Die ersten Münzen Roms sind Bronzebarren in verschiedenen
Gewichtsstufen und dem Aes grave eine riesige Bronzemünze mit einem
Gewicht von über 300 g.
Es werden auch leichtere Untereinheiten geprägt. Kurz danach werden
auch die ersten Silberdrachmen geprägt.
Die ersten Silberdenare tauchen gegen Ende des 2. Punischen Krieges um
211 v. Chr. auf.
Die erste Goldmünze ist um 225 v. Chr. zu verzeichnen. Goldmünzen
der Republik sind fast unerschwinglich.
Ab der Zeit um 200 v. Chr sind speziell zahlreiche Silberdenare in
immer noch halbwegs passablen Preisen erhältlich.
Wer sich dem Sammeln von Münzen der römischen Republik zuwendet,
wird wohl mit diesem Gebiet beginnen.
Die Silberdenare sind nach den einzelnen Münzmeistern geordnet.
Erst ab Pompeius beginnt man damit, die Ausgaben nach Herrschern zu
unterscheiden.
War es in Rom bislang üblich, dass auf der Vorderseite nur römische
Götter abgebildet wurden, erhielt Julius Caesar als erster Lebender
vom Senat das Recht verliehen sein eigenes Bildnis auf einer Münze
abbilden zu lassen.
17 Jahre nach dem Tod Caesars endet aber auch schon die Römische
Republik mit der Erhebung von Octavian zum Augustus und damit ersten
römischen Kaiser
- Kaiserzeit
Stammen
aus der Zeit von 27 v.Chr - 476 n.Chr
Bei den Münzen der römischen Kaiserzeit sind besonders die
Silberdenare beliebt und meist auch erschwinglich. Die Großbronzen
wie Sesterzen sind in der Regel teurer als die Silbermünzen. In der
Epoche der Soldatenkaiser im 3. Jahrhundert nach Chr. verkommen die
ehemaligen Silbermünzen zu kleinen Kupfermünzen. Gerade diese noch
immer sehr häufig vorkommenden Münzen sind of nur wenige EUROs wert
und daher auch mit geringen finanziellen Aufkommen leicht zu sammeln.
Diese Epoche der Wirren ist ein durchaus
interessantes und abwechslungsreiches Sammelgebiet.
Wer sich dagegen für Goldmünzen der römischen Kaiserzeit
interessiert sollte mal von den letzten Kaisern abgesehen ein durchaus
gewichtiges Finanzbudget im Hintergrund haben, da je nach Erhaltung
und Seltenheit die Preise für jede Einzelmünze im vierstelligen bis
zu 5 stelligen EURO-Bereich liegen.
Im Jahr 395 wird das Römische Reich endgültig zwischen einem
Westreich dem Weströmischen Reich und dem Oströmischen Reich auch
später Byzantinisches Reich genannt aufgeteilt. West Rom endet
bereits 476 n. Chr und damit auch die Epoche der antiken Münzen
Europas.
Münzen des Byzantinischen Reiches ab etwa Kaiser Zeno (476 - 491)
werden bereits unter dem Mittelalter aufgeführt.
Weitergehende Infos: Münzprägungen im römischen
Kaiserreich
- Motive
Auf vielen römischen Münzen sind interessante Tierdarstellungen zu
sehen. Daher ist das Gebiet auch für Motivsammler interessant.
- Frauen auf römischen Münzen
Frauen hatten gerade in der späteren Kaiserzeit einen nicht zu
unterschätzenden Einfluss auf die römische Politik. So wurden für
vielen Gattinen, Schwestern und Müttern von regierenden Kaisern
Münzen geprägt. Dies ist ein interessantes Sammelgebiet. Die Münzen
der römischen Frauen sind in der Regel auch erschwinglich.
Römische
Münzen bei ebay.de er- und versteigern
Die persischen Münzen innerhalb des Reiches von Alexander dem Großen
und den dessen Nachfolgestaaten wie dem Reich der Seleukiden wird unter
den griechischen Münzen aufgeführt. Um 250 v.
Chr verdrängen die Parther die Seleukiden von Persien und entwickeln sich
als persische Großmacht. Sie geben genauso wie die Sassaniden die die
Parther im Jahr 224 vom Thron verdrängen eine große Anzahl von Münzen
aus.
Beide Sammelgebiete sind nicht ganz einfach, da die Münzen wegen ihrem
ähnlichen Aussehen und der absolut unbekannten Schrift schwer zu
bestimmen sind. Preislich sind sie aber meist erschwinglich.
Man unterscheidet folgende Epochen / Gebiete:
- Reich der Parther
Stammen
aus der Zeit von ca. 250 v.Chr - 227 n.Chr
Das Reich der Parther entsteht durch den Einbruch der Parner, einem
skythischen Stamm aus der Nordostecke Persiens. Arsakes I. gilt als
Gründer dieses Großreiches, dass ich immer weiter über ganz Persien
ausdehnt. Diese Großmacht steht über mehrere Jahrhunderte hinweg
später im Kampf gegen Rom. Auf den Münzen ist auf der einen
Seite Arsakes I. zu sehen und auf der anderen Seite das Abbild des
jeweiligen Herrschers. Im Lauf der Zeit werden diese Porträts immer
mehr stereotyp und stilisiert so dass das Münzbild fast langweilig
wird.
Insgesamt ist dieses Gebiet ein nicht allzu sehr verbreitetes Gebiet
und die Münzen sind in der Regel erschwinglich aber gar nicht so
leicht zu bekommen.
- Reich der Sassaniden
Stammen
aus der Zeit von ca. 227 n.Chr - 637 n.Chr
Im Jahr 227 besiegt der Perser Ardaschir aus dem Haus Sasan den
letzten Partherkönig Artaban V. Diese Großreich führt lange Zeit
Kriege gegen das Römische Reich und geht erst 637 mit der Eroberung
durch die Araber unter.
Alle Münzen haben ein ziemlich einheitliches Aussehen. Vorne ist der
König abgebildet, wobei die Form der Krone ein wichtiges
Unterscheidungsmerkmal ist. Hinten sieht man einen Feueraltar mit zwei
priestern. Diese Darstellungen werden im Lauf der zeit immer
abstrakter.
Insgesamt ist dieses Gebiet ein nicht allzu sehr verbreitetes Gebiet
und die Münzen sind in der Regel erschwinglich und etwas leichter als
die parthischen Münzen zu erwerben.
Die
keltischen Münzen wurden von den unterschiedlichsten keltischen Stämmen
geprägt. Die Kelten die wirtschaftlich rege tätig waren prägten ab dem
3. Jahrhundert v. Chr. Münzen nach griechischen Vorbild. Die Epoche der
Kelten endet etwa 100 n. Chr.
Bei den Prägungen wurden die Abbildungen häufig abstrahiert. Ein Hang zu
dekorativen Symbolen ist dabei unverkennbar.
Besonders beliebt sind stilisierte Pferdedarstellungen mit total
verzerrten Proportionen. Diese extravaganten Darstellungen machen diese
Münzen aus künstlerische Sicht recht interessant.
Das Sammelgebiet ist nicht einfach wenn man diese Münzen bestimmen will.
Es ist ebenfalls nicht so stark verbreitet aber häufig bewegen sich die
Münzen im erschwinglichen Bereich.
Man unterscheidet folgende Epochen / Gebiete:
- Gallokelten
Stammen aus dem französischen Raum und dehnten sich bis nach
Spanien und Großbritannien aus. Viele Gold-, Silber und
Bronzemünzen.
Bekannt der keltische Führer Vercingetorix, der durch Caesar besiegt
wurde.
- Böhmische Kelten
Reiche Goldprägungen in Böhmen, im süddeutschen Raum, Österreich
und Schweiz
- Donaukelten
Zentrum: Ungarn, Bulgarien, Rumänien
Dehnten sich bis nach Südrussland aus.
Alle chinesischen Münzen bis etwa 800 n. Chr. kann man zu den antiken
Münzen hinzurechnen. Für uns Europäer ist dies sicher kein einfaches
aber dafür sehr exotisches Sammelgebiet.
Wer
kann dazu Infos liefern?
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Alle Münzen nach der Ende des Weströmischen Reiches im
Jahr 476 kann bereits man zu den mittelalterlichen Münzen zählen.
Das Mittelalter endet aus numismatischer Sicht etwa um 1400 / 1500 mit der
Prägung der ersten Großsilbermünzen (Guldengroschen, Taler).
Aus geschichtlicher Sicht endet es spätestens mit der Entdeckung Amerikas
durch Columbus 1492.
Teilweise sind jedoch die Übergänge zwischen Antike und Mittelalter
einerseits und den Münzen des Mittelalters und der Neuzeit fließend, so
dass die Entscheidung über eine genaue Einteilung jeden selbst
überlassen sein muss. |
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Die Münzen des Mittelalters sind kein einfaches Gebiet da häufig
Inschriften und Jahreszahlen ganz fehlen. Dann gibt es viele Münzen mit
ähnlichen Münzbildern, so dass eine exakte Bestimmung sehr schwer ist.
Dann gibt es für diese riesige Periode von etwa 1000 Jahren und
unzähligen Prägungen weltweit unheimlich viele verschiedene Münzen, die
nirgendwo alle umfassend katalogisiert sind.
Dazu kommt, dass im Hochmittelalter z.B. in Deutschland oder auch anderswo
jede kleine Herrschaft eigene Münzen prägte.
Für die Münzen vor 1600 sind auch keine umfassenden Kataloge bekannt. Da
kann immer nur auf die Literatur für ein ganz bestimmtes Gebiet verweisen
werden.
Dies alles sollte derjenige Bedenken der mit diesem spannenden Gebiet
starten möchte. Eine Spezialisierung auf ein Untergebiet ist natürlich
sehr zu empfehlen, da es als Gesamtgebiet viel zu komplex ist.
Mittelalterliche
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Beispiele für Epochen / Gebiete des Mittelalters (nur ein
Auszug):
Das
Byzantinische Reich ging aus dem oströmischen Reich hervor. Das Römische
Reich wurde 395 endgültig in einem West- und Ostteil aufgeteilt. Während
West Rom nur noch bis 476 existierte konnte sich Ost Rom noch über 1000
Jahre behaupten. Erst 1453 wurde das zum Stadtstaat rund um Konstantinopel
geschrumpfte Reich von den Türken erobert.
In dieser langen Periode wurde riesige Mengen von Münzen ausgegeben, die
teilweise noch sehr günstig zu erwerben sind.
Es gibt auch leider momentan etwas schwer erhältliche und teure Kataloge über
die komplette Existenz des Reiches und seiner Münzen, so dass auch
Einsteiger in dieses interessante Münzgebiet einsteigen
können.
Mehr über Byzantinische Münzen
Byzantinische
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Bei der Völkerwanderung der Germanenstämme ab dem 4. Jahrhundert n.
Chr. wurden speziell auf dem ehemaligen Gebieten des Weströmischen
Reiches etliche Germanenstaaten gegründet. Bis auf das Reich der Franken
hatten die meisten keinen übermäßig langen Bestand.
Die Germanen bevorzugten mehr den Tauschhandel als den Geldhandel. Aber
nach und nach wurden auch Münzen geprägt.
Als Vorbild dienten dazu die byzantinischen Prägungen.
Allerdings sind diese bei weitem nicht so häufig wie römische Münzen
und daher auch entsprechend teuer.
Im Gegensatz zu den byzantinischen ist dies kein einfaches und leider auch
kostspieliges Sammelgebiet.
Wie komplex das Sammelgebiet sein kann zeigt die Tatsache, dass alleine im
Reich der Franken zur Zeit der Merowinger 1400 Münzmeister mit etwa 1000
Münzstätten bekannt sind.
Im Rahmen der Kreuzfahrten wo Gebiete im Nahen Osten von den
Kreuzrittern erobert wurden, wurden Kreuzfahrerstaaten gebildet die eigen
Münzen herausgaben. Diese Reiche beschränkten sich nur auf den Nahen
Osten und dem heiligen Land sondern umfassten auch Inseln in der Ägäis,
Zypern und von 1204 - 1261 das Lateinische Kaiserreich rund um
Konstantinopel.
Dieses Sammelgebiet ist nicht weit verbreitet und wegen der
Schwierigkeiten beim Bestimmen der Münzen Münzen kein einfaches
Gebiet.
Orientalische / Arabische Münzen
Die
von der neuen Religion geprägten Araber errichteten im 7. Jahrhundert ein
Weltreich das von Spanien bis an die Grenzen Indiens reichte.
Entsprechend umfangreich sind die Münzausgaben. Auf den Münzen dominiert
die arabische Schrift. Bilder sind selten zu sehen. Das macht die
Bestimmung dieser Münzen nicht gerade einfach. Dies ist also ein
Sammelgebiet für Spezialisten.
Orientalische
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Das Heilige Römische Reich deutscher Nation entstand aus dem
ostfränkischen Reich. Otto der Große wurde zum 1. Kaiser dieses
Reiches gekrönt. In seiner Blütezeit reichten die Grenzen Schleswig bis
Mittelitalien, von Belgien bis Pommern und es gehörten große Gebiete
Ostfrankreichs, Burgund, Böhmen, Österreich bis zur Halbinsel Triest zu
diesem Riesenreich. Dieses Reich entwickelte sich immer mehr zum
Staatenbund. Entsprechend komplex und schwierig sind die vielen
schwer bestimmbaren Münzausgaben.
Besonders
beliebt ist dabei das Sammeln von Brakteaten. Dies sind z.T. große aber
immer sehr leichte Hohlpfennige aus Silberblech.
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Das Sammeln von deutschen Münzen ist ein sehr komplexes
Gebiet da Deutschland auf eine über 1000 jährige Geschichte
zurückblicken kann.
Dazu kommt das Deutschland bis 1871 aus vielen autonomen Einzelstaaten
bestand, die das Recht hatten eigene Münzen auszugeben.
Erst seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 gibt nur noch ein einziger
Staat deutsche Münzen aus. |
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Man unterscheidet u.a. folgende Epochen und Gebiete:
- Altdeutsche Staaten vom Mittelalter bis 1870
Unzählige Staaten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher
Nation (bis 1806) und des Deutschen Bundes (1815 - 1866) hatten das
Recht eigene Münzen auszugeben.
Einige Beispiele dazu: Bayern, Baden, Sachsen, Brandenburg Preußen,
Österreich, Hamburg, Bremen, Nürnberg, Brandenburg Ansbach,
Mecklenburg, Braunschweig-Wolfenbüttel,
Braunschweig-Lüneburg-Celle, Hannover, Regensburg usw. usw.
Entsprechend der Komplexität ist dieses Sammelgebiet interessant und
anspruchsvoll.
- Münzen des Deutschen Kaiserreiches bis zum 1. Weltkrieg (1871 -
1914)
Die Kleinmünzen bis zum 1 Mark - Stück wurden einheitlich
geprägt. Bei den Großmünzen ab dem Zweimarkstück durften die
einzelnen noch bestehenden Länder wie Preußen, Bayern, Baden,
Württemberg, Sachsen, Hamburg usw. eigene Münzen ausgeben. Lediglich
die Rückseite war dabei einheitlich gestaltet.
Dieses Sammelgebiet ist sehr beliebt und Kataloge sind einfach zu
erhalten. Es gibt viele preisgünstige aber auch sündhaft teure
Münzen.
Bewertung der Münzen des
Kaiserreiches
- Ersatzmünzen des 1. Weltkrieges und kurz danach bis 1922 (1915 -
1922)
Da wertvolle Metalle wie Kupfer und Nickel für den Krieg gebraucht
wurden, wurden diese Münzen in minderwertigen Metallen wie Zink und
Eisen geprägt. Entsprechend unanschaulich sind einzelne Exemplare.
Die meisten dieser Münzen sind noch sehr preiswert zu erhalten. Aber
auch hier gibt es Raritäten.
- Münzen der Weimarer Republik (1919 - 1933)
Bis 1922 wurde noch die Münzen der obigen Kategorie mit
minderwertigen Metallen geprägt. Während der Hochinflation 1923
waren nur Geldscheine im Umlauf. Trotzdem wurden 200 und 500 Mark
Stücke aus Aluminium geprägt. Diese waren aber absolut wertlos.
Ab 1924 wurden wieder Münzen in hochwertigen Metall, darunter auch
Silbermünzen geprägt. Dazu kommen Sonderprägungen aus Silber.
Diese Sonderprägung sind zum Teil recht selten und teuer. Diese
Epoche ist ein überschaubares und interessantes Sammelgebiet.
Es gibt aber dabei auch richtig teuere Ausgaben sowohl bei den Kurs-
als auch Sondermünzen
- Drittes Reich (1933 - 1945)
Etliche Kursmünzen hielten das alte Münzbild der Weimarer
Republik bis 1936 bei. In den ersten beiden Jahren wurden noch einige
Sonderprägungen verausgabt. Ab 1935 wurden keine Sonderprägungen
mehr ausgegeben. Ab da gibt es nur noch Kursmünzen.
Im 2. Weltkrieg wurden ab 1940 nur noch Zink- und Aluminiummünzen
ausgegeben.
Insgesamt kann man diese Münzen auch mit eingeschränkten
finanziellen Mitteln sammeln da sie meist noch recht günstig zu
erwerben sind. Relativ teuer sind lediglich die zwei 5 Mark
Sonderausgaben Martin Luther und Friedrich von Schiller und einige
seltene Jahrgänge von Kursmünzen in guter Erhaltung.
- Deutsche Gebiete bis 1945
Während des Kaiserreiches wurden in einigen deutschen Kolonien
eigene Münzen ausgegeben. Diese sind z.T. recht teuer.
Während der beiden Weltkriege wurden in einigen deutschen
Besatzungsgebieten eigene Münzen ausgegeben. Auch diese werden gerne
gesammelt.
Die Freie Stadt Danzig war von 1920 - 1939 ein selbstständiger Staat
und gab eigene Münzen aus. Diese Münzen sind z.T. recht ansprechend
gestaltet und auch entsprechend begehrt. Dabei sind speziell die
Goldmünzen von Danzig richtig selten und teuer.
- Alliierte Besetzung 1945 - 1948
Bis zur Währungsreform 1948 waren noch die Münzen des Dritten
Reiches im Umlauf. Dazu kamen neue Prägungen, wo das Hakenkreuz
entfernt wurde. Wegen der wenigen unterschiedlichen Münzausgaben
während dieser Zeit ist dieses Sammelgebiet sehr überschaubar.
- BRD ab 1948
Mit der Währungsreform im Sommer 1948 wurde in den Westzonen des
Nachkriegs-Deutschlands die Westmark also die DM als neue Währung
eingeführt. Bis 2001 war das die Währung in der BRD. Seit 2002 gilt
die EURO-Währung. Ab 1952 gab es dann mit den 5 DM - Sonderprägungen
auch wieder Sonderprägungen aus Silber.
2001 wurde dann auch nach 86 Jahren wieder eine Goldmünze in
Deutschland ausgegeben: Die 1 Mark in Gold zum Abschied der Mark. Auch
in der EURO-Zeit werden nun Goldsonderprägungen ausgegeben.
Dieses Sammelgebiet dürfte immer noch das beliebteste
Münzsammelgebiet in Deutschland sein und ist mit all den
Kursmünzjahrgängen im Lauf der Jahre ein recht komplexes gebiet
geworden.
- DDR 1948 - 1990
Mit der Währungsreform 1948 im Westen gab auch kurz danach die DDR
eigene Münzen aus. Besonders beliebt sind die Sonderprägungen zu 5,
10 und 20 Mark die zum Teil aus Silber sind und wo auch teure und
seltene Ausgaben zu finden sind.
Die DDR ist ein überschaubares, interessantes und abgeschlossenes
Sammelgebiet.
Weitere Informationen: Bewertung
der deutschen Münzen seit 1871
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Das Sammeln von EURO-Münzen ist noch ein sehr junges,
dafür umso beliebteres Sammelgebiet.
Das Sammelgebiet startet mit den EURO-Vorläufern also Münzen mit ECU-
und EURO-Nominale vor der Einführung des EUROs am 1.1.2002.
Bei diesen Münzen handelt es sich auch zum Teil um Medaillen, da anfangs
die Währungseinheit EURO nicht geschützt war und daher auch Privatfirmen
Medaillen mit der Nominal EURO ausgeben konnten. Dies ist heute verboten.
Seit dem 1.1.2002 geben 12 große EURO-Länder und die drei Ministaaten
Monaco, San Marino und Vatikanstadt EURO-Münzen aus.
Speziell die Münzen der drei kleinen Staaten sind sehr begehrt.
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Es gibt und gab viele Staaten auf der Erde, die Münzen
ausgeben. Die Münzen eines bestimmten Landes zusammeln kann als
klassisches Sammelgebiet angesehen werden.
Bei vielen Ländern die dazu noch Jahrhunderte existieren bzw. existierten
wurden so viele Münzen ausgegeben, so dass man sich da am besten auf
bestimmte Epochen spezialisiert.
Besonders beliebte Ländersammlungen sind z.B. Münzen der USA,
Großbritannien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien usw.
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Neben Ländersammlungen bietet es sich auch bestimmte
Motive zu sammeln.
Besonders beliebt sind Tiermotive. Da sind die besonders schönen
Länder-Ausgaben z.B. des WWF zu empfehlen.
Sehr beliebt sind auch Farbmünzen die farbig bedruckt sind. Den Anfang
mit solchen neuartigen Münzen machte der Inselstaat Palau mit seiner 1.
Ausgabe zur Meeresfauna.
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| Kursmünzen werden im Gegensatz zu Sonderprägungen nicht
für Sammler sondern als Geldmittel für den Umlauf geprägt. Aber gerade
das macht sie für viele Sammler so reizvoll. Diese wurde auch bald von
den einzelnen Ländern erkannt und so wurden dann Kursmünzensätze
diesmal für die Sammler in besonders guter Erhaltung (z.B. Polierte
Platte) geprägt. Auch diese Sätze sind bei Kursmünzensammlern sehr
beliebt.
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Fehlprägungen
Medaillen sind Münzprägungen und gegossene Münzen, die
keinen Nominalwert besitzen und daher nur für Sammler zum Gedenken an
bestimmte Anlässe, Personen usw. usw. hergestellt werden. Da es
sich um kein offizielles Zahlungsmittel handelt, darf sie auch jeder
herstellen.
Das Sammeln vom Medaillen ist ein sehr komplexes Gebiet, da es Medaillen
schon seit Jahrhunderten gibt. Da Medaillen meist besonders schön
anzusehen sind, sind sie auch ein beliebtes Sammelgebiet. Es ist dabei
jedoch zu beachten, dass da jeder diese Medaillen herstellen, darf der
Wiederverkaufswert häufig nur beim Metallwert liegt.
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Unter Primitivgeld versteht man vormünzliche
Zahlungsmittel. Da der Tauschhandel oft problematisch war, setzten sich
mehr und mehr vormünzliche Zahlungsmittel ein. Dieses Primitivgeld ist
bis in die Gegenwart bei urtümlichen und unberührten Volksstämmen
anzufinden.
Als Beispiele kann man z.B. Muscheln, Kaurischnecken, Schmuckgeld,
Salzgeld, Metallbarren, Teeziegelgeld usw. usw. aufführen.
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Notgeld / Tokens / Jetons
Wenn Kleingeldmangel herrschte führten z.B. Städte ihr
eigenen Münzen ein und die nur in einem regional begrenzten Bereich und
über einen begrenzten Zeitraum gültig waren.
Häufig gaben auch Firmen und Verkehrsbetriebe eigenes Geld aus. So gibt
es z.B. von Nürnberg / Fürth ein Straßenbahngeld.
Beliebt ist auch das Sammeln von Getränkemarken wie z.B. Biermarken.
Außerdem werden noch Jetons von Spielbanken wie z.B. dem Casino in Monaco
gerne gesammelt.
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Sammeln von ganz bestimmten Nominalwerten
Von Tobias Jens stammt der
Hinweis auf dieses Münzsammelgebiet:
Sammeln von ganz bestimmten Nominalwerten (evt. eines Landes, oder einer
Epoche).
Am bekanntesten dürfte dabei das Sammeln von 1 Mark Münzen, 1 Pfennig Münzen
sowie von 10 Mark Gedenkmünzen sein. Meist sind das abgeschlossene bzw.
überschaubare Sammelgebiete, die auch finanziell für Einsteiger interessant
sind, aber auch sehr interessante und teure Stücke beinhalten können.
Dabei ist es interessant z.B. alle Jahrgänge und Münzbuchstaben zu
komplettieren. Auch kann man dabei Varianten und
Fehlprägungen sammeln. |
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